Joachim Berke

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Herrn Siegmunds abenteuerliche Reisen

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Herrn Siegmunds abenteuerliche Reisen

Sein Inhalt, sein Geist ist, was es erzählt, was man in ihm lesen kann, mit Lachtränen in den Augen, mit Trauer im Gesicht, aber auch mit Staunen über Menschen, Tiere und Abenteuer. Sigismund Siegmund, der Sigi genannt wird, erlebt auf seiner ersten Flugreise die Weltstadt London und wundert sich über die schlechten Sprachkenntnisse der Briten. Sein Chef, der Herr Direktor Naumann, fliegt mit Sigi auf seiner zweiten Reise nach China. Sie wollen eine Fertigung für Oberhemden, Blusen und Nachtwäsche aufbauen, doch es kommt alles anders. Der Herr Direktor erlebt heiße Liebesnächte mit einer chinesischen Sängerin, während Sigi nur von seiner Brigitte träumen kann. Diese Reise hat fatale Folgen, denn Sigi verliert seinen Arbeitsplatz, schult um und arbeitet fortan als Personenschützer. Mit dem Ingenieur Kuno Zauser reist er um die Welt. Sie suchen ein Weihnachtsgeschenk für Zausers junge Frau Evelyn. Diese Suche wird auf einer weiteren Unternehmung in Ägypten fortgesetzt, sie endet erfolglos. Beim nächsten Auftrag beschützt Sigi den Herrn Bakteriologen Professor Dr. Dr. Wittlich auf dem Flug nach Neuseeland. Die notwendigen Untersuchungen und Erprobungen der wissenschaftlichen Arbeiten verzögern sich. Mehrere Wochen vergehen, in denen Sigi mit Brigitte das Land der großen weißen Wolke erkundet. Die letzte, nachgeholte Hochzeitsreise des Ehepaares Siegmund geht nach Alaska. Gold, Eis, Bären und unterhaltsame Spiele in der Mitternachtssonne begeistern sicherlich auch die Leser meines Romans, der auf dem Bahnsteig im Bahnhof des Flughafens Frankfurt endet.

Autor: Joachim-Paul Berke
Inhalt: 284 Seiten
ISBN:9783738606164

INHALTSVERZEICHNIS

Erste Reise des Herrn Siegmund nach London................................7

Herrn Siegmunds zweite Reise nach China....................................47

Erste Notiz.........................................................................,............91

Dritte Reise, Sigi fliegt um die Welt..............................................95

Sigis vierte Reise nach Ägypten...................................................133

Zweite Notiz.................................................................................141

Herrn Siegmunds fünfte Reise nach Neuseeland.........................147

Dritte Notiz...................................................................................235

Sechste Reise des Herrn Siegmund

und seiner Frau Brigitte  nach Alaska..........................................241

Autor ............................................................................................283

LESEPROBE

Sie bummelten fast zwei Stunden durch den historischen Kern der Stadt, über den Trafalgar Square, Horse Guards, Westminsterabtei, Nadel der Kleopatra, Buckingham Palast, die Königin war nicht da, doch Berni hatten es vor allem die Bärenmützen-Wachsoldaten angetan. Er fotografierte wie ein Weltmeister, die Wachablösung, dann Teile des Palastes, Tor und Zaun und noch Einiges, sodass nun Sigi ungeduldig zum Weiterlaufen drängte. Sie kamen bis auf die Westminsterbrücke, dort wandte sich der Kleine zurück und fotografierte das Gebäude. Am Beginn des Bauwerkes stand ein großes Schild, in englisch, französisch, spanisch und deutsch: THEMSEFAHRTVom Parlament bis zum Tower - Jede Stunde.

Sigi war gleich auf diesen Ausflug heiß, doch der Kleine zahlte, denn nur er hatte noch Geld und als er am Ticketcorner zwei Finger hob, bekam er korrekt die beiden Bordkarten. Es war eine kleine Schaluppe, vielleicht für 25 bis 30 Fahrgäste, die am Ufer lag. Hinter dem Steuer stand ein ungefähr 40 Jahre alter Mann, Kapitän, Steuermann und Entertainer. Ein humorvoller Typ, der bei der Fahrt auf der Themse ohne Pause Geschichtchen aus den Jahrhunderten der englischen Hauptstadt von sich gab. Von Königen, Herzögen, Premierministern, ebenso von Jack the Ripper oder Sherlock Holmes erzählte er spleenige Geschichten. Die Fahrgäste brachen bei jeder Pointe in brüllendes Gelächter aus, nur die beiden Deutschen blieben stumm. Berni stupste Sigi in die Seite:

"Wir müssen mitlachen! Die Anderen merken sonst, dass wir kein Englisch verstehen!"

Also begannen sie mitzulachen, nur immer etwas später als die ganze Meute, sich umdrehte und die Beiden anstarrte. Sigi übertrieb das auch, mit seiner Lacherei, laut schallte es mit ho, ho, ho und ha, ha, ha über das ganze Schiffchen.

Nach einer dreiviertel Stunde legte der Ausflugdampfer in Sichtweite der Festung, dem Tower, an. Sie standen unter der riesig, hohen Brücke, der Verkehr polterte laut, mit plopp-rumms, plopp-rumms, plopp-rumms. Auto an Auto rollte über die Nähte des Asphalts, es stank nach Fisch, nach Diesel, üble Lüfte fauligen Wassers durchwaberten das Gelände. Es war ein hässlicher Ort. Sigi entdeckte einen Imbisswagen:

"Ich hab Hunger! Berni, gib mal einen aus!  Hot Dog steht groß am Wagen. Mann, hab ich einen Kohldampf!"

Berni reichte ihm eine Fünf-Pfund-Note:

"Musst du schon selber holen! Pass auf, dass sie dich nicht bescheißen! Zähl das Wechselgeld!"

Sigi brummte eine kurze Antwort und schritt schnellen Schrittes die wenigen Meter bis zur Imbissstation, baute sich vor der Verkäuferin auf, nach ihrer Figur konnte sie eine Marktfrau sein, und raunzte:

"Tworr hot dog!", die Dame guckte Sigi fragend an, der hatte Hunger und wiederholte seine Bestellung: "Tworr hot dog und ein bisschen schneller", fügte er in Deutsch hinzu. Die Dame schaute noch immer unsicher, tippte aber dann auf einen großen Eimer mit Ketchup und gleich auf den zweiten mit Mustard. Sigi nickte beim Senf aufmunternd, danach drehte sich die Frau um, zeigte ihm ihre beachtliche Kehrseite, schnitt Gebackenes auf und legte gekochte Würstchen hinein. Sigi dachte, das sind die Hündchen, sie drehte sich zurück und präsentierte vier Stück auf Papptellerchen mit Kunststoffbesteck, strich über die Gekochten einen dünnen Streifen Senf und verlangte eine Summe, die er nicht verstand. Der Lange grinste und reichte seinen Geldschein hinüber. Sie gab eine Zwei-Pfund-Note zurück. Er winkte Berni heran, damit dieser seinen Anteil selber tragen sollte. Dieser staunte nur über die Fresssucht seines Kollegen, gleich zwei Würstchen!

"Du musst ja einen verdammt großen Hunger haben!"

"Nö, ich hab nur zwei bestellt, aber die Leute können kein Englisch!"


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