Joachim Berke

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Das alte Schloss zu Glatz

Das alte Schloss zu Glatz

Nach den bewährten Geschichtsschreibern Böhmens war im 9. Jahrhundert das ganze Land in
Kreise eingeteilt, oft von großem Umfang, deren jeder eine befestigte Burg (castellum) hatte
und die von einem landesfürstlichen Beamten oder Kastellan mit seinen Unterbeamten
beaufsichtigt wurde, der sowohl die Gerichtsbarkeit des Kreises verwaltete und für die
öffentliche Sicherheit und Ordnung sorgte, auch in Kriegszeiten die Mannschaften zu rüsten
und zu führen hatte. Bei feindlichen Überfällen flüchtete sich das Landvolk in die Burgen und
half diese verteidigen.
Cosmas, ein Zeitgenosse des XI. Jahrhunderts, bezeugt in seinem lateinischen Werk mit den
Worten: "contra poloniam (Schlesien) castellum (Burg) Kladsko (Glatz) est situm juxta
flumine Nizzam, (Neisse); das auch Glatz im X. Jahrhundert zu den Burgen des böhmischen
Reiches gehörte.
Das Schloss bestand aus dem Ober- und Niederschloss. Das Oberschloss lag auf der flachen
Höhe und das Niederschloss am Berg zur Stadt abschüssig angebaut, wie überhaupt das ganze
Schloss nicht auf einer großen Höhe, sondern zum Teil hoch und eben, zum Teil auch
seitabschüssig lag. Es hatte einen großen geräumigen Schlosshof, worin das uralte
Heidenkirchlein lag. Das Niederschloss hatte viele schöne und geräumige Zimmer und schöne
Schütt- und Getreide-Söller, wo viele hundert Malter Getreide aufbewahrt werden konnten.
Unter dem Oberschlosse befanden sich vorzügliche Gewölbe und Keller in den Felsen
gehauen zur Aufbewahrung des Proviants und anderer notwendiger Dinge.

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