Joachim Berke

Autor und Fotograf

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Das Rathaus von Glatz 1736

Das Rathaus von Glatz 1736

Aelurius, Georg Katschker, 1896-1627, schrieb in seiner Glaciographia oder Glätzische
Chronik:
"Sehr ansehnlich ist der Ring oder Markt. obwohl er bucklich ist, auf dessen Mitte ein
zierliches Rathaus steht, das mit dessen Turme 1397 zu bauen angefangen und zum großen
Teil vollendet, dann aber 1549 völlig ausgebaut wurde. Es enthält in seien unteren Räumen
die Tuchkammern, Schuh- und Brotbänke und andere Läden. Beim Aufsetzen des
Turmknopfes1 1601 ließen die Ratsherren oben ein Paar neue Stiefel aufhängen, welche sich
der Schieferdecker auf dem Knopfe selbst auszog und seine alten Schuhe an die Turmfahne
hing, die aber sein Geselle sich noch abholte."
"An dem Rathausturm", so schreibt Aelurius weiter "befinden sich vier Sphären oder
Zeigertafeln, die auf jeder Seite nach den vier Himmelsrichtungen jeweils eine angebracht ist.
(Die Ratshausuhr) schlägt jetzt nur bis 12, während die Uhr auf dem Pfarrkirchturm noch bis
auf 24 - wie die Uhren in Italien - schlägt und zeigt. Diese Veränderung geschah im Jahr
1597."
Außerdem schreibt der Chronist; "Auf dem Rathaus kommen täglich die Ratsmänner, zwölf
an der Zahl, ohne den Stadtschreiber, von denen der Primas oder Stadtälteste das Oberhaupt
ist, zusammen. Nach ihm folgen die vier Bürgermeister, deren je einer nach dem anderen alle
vier Jahre die Regierung hat, dann folgen die Ratsmänner, nachdem der Stadtschreiber,
welcher noch den Waisenschreiber unter sich hat. Die zwölf Ratsmänner haben noch andere
Inspektionen neben ihrem Ratsgeschäft zu versehen, als da sind: Mühlherrn, Bauherrn,
Vorwerksherrn, Ziegel- und Forstherren."


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